„Rente verkommt zum Hungerlohn“ – und „schönen Gruß von den Aussteigern!“

Von | 30. November 2009

Soeben komm ich von einer „Insel der Glückseligen“, irgendwo im großen Atlantischen Ozean und habe dort eine Reihe von älteren, liegen gebliebenen Alt-Hippies getroffen und habe mir so meine Gedanken gemacht, was die wohl machen, wenn Sie „ganz alt“ sind und vielleicht doch irgendeine soziale Leistung brauchen, weil der Körper nicht mehr mitmacht oder weil sie möglicherweise doch mehr als einen Geistheiler benötigen…

Da kam ich ganz schnell auf den Trichter: „Logo! Die gehen wieder zurück nach Buxtehude oder nach Hinterhugelhapfing, melden sich beim Sozialamt und kassieren Hartz IV, das beinahe dem entspricht, was heute der durchschnittliche männliche Rentner ausbezahlt bekommt (knapp 1.000 Euroletten) – und die Durchschnittsfrau ohnehin (etwa 530 Eurochen) nach einem Leben voller Arbeit. Dafür haben diese Jungs und Mädels von der schönen, sonnigen Insel wenigstens ihr Leben genossen, anstatt bei Lidl oder Edeka an der Kasse zu stehen und dafür noch überwacht und ausspioniert zu werden. Oder wie bei Quelle (stellvertretend für Opel, Karstadt, AEG, und viele andere namhafte Riesenunternehmen, die noch mit Teilbereichen im Geschäft sind, aber munter aussortieren), um dann mit Anfang oder Mitte 50 die dunkelrote (nein: schwarze) Karte zu bekommen… Oder die hoffnungsvollen Jungdynamiker mit Studium und trotzdem Zeitjob…  Ehrlich gesagt, müssen die (letzteren – nicht die von der Insel) doch ziemlich bescheuert sein, wenn sie weiter so dahin zeitjobben, sich knechten lassen, um dann mit 60 fest zu stellen, dass sie ganz schön verarscht worden sind! Und davon auch noch 40 Jahre lang das Kreuzchen schön brav bei den Herz-Jesu-Schwarzen, den Neoliberal-Sozis oder gar bei der neoliberalen Steuersenkungsspaßwachstumspartei gemacht haben (über die sogar die so genannten „Wirtschaftswaisenknaben lachen!)… Liebe Leser, es ist Galgenhumor und kaum noch zum Lachen, weil es eigentlich viel zu traurig ist!!

Kaum bin ich zuhause, schickt mir ein aufmerksamer Mensch diesen Link von SPIEGEL ONLINE vom 24. November 2009, mit so schönen Schlagzeilen wie:

  • „Die Rente verkommt zum Hungerlohn“ / „Die Renten werden kaum noch steigen“ / „Geringverdiener arbeiten 43 Jahre für Hartz-IV-Rente“ (denken Sie an meine Beobachtungen von der Insel!!!) / „Wer seinen Lebensstandard sichern will, muss sparen“ (Die unteren Einkommensklassen wovon und wie?).  Klicken Sie bitte auf den obigen Link, drucken Sie ihn aus, senden Sie ihn weiter, es lohnt sich!!! Und beackern Sie bitte ihre Politiker – vor allem wenn Sie arbeitslos oder Rentner sind und viel Zeit haben! Runter von der Couch! Es gibt Petitionen, man kann den Damen und Herren Mails und Briefe schicken, man kann sogar zu Wahlveranstaltungen gehen und den Mund aufmachen, man kann viel mehr tun als zuhause hocken, zu jammern und zu maulen! Man kann sogar selbst politisch aktiv in einer Partei werden… „Wir sind der Staat!“

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