Kombirente in 2013 – Was erwartet die Regierung davon?

Von | 1. August 2012

Wenn es nach den Plänen von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen geht, soll es ab 2013 die Kombirente in Deutschland geben. Mit dieser könnten Rentner ab einem gewissen Alter dann wesentlich mehr zu ihrer Rente dazuverdienen als die momentan möglichen 400 Euro.

Frührentner sollen mehr dazuverdienen können

Mit der Kombirente will Bundesarbeitsministerin von der Leyen die Zuverdienstmöglichkeiten für Rentner verbessern. Bisher herrschen strenge Grenzen beim Nebenverdienst für Rentenempfänger. Personen, die in den Ruhestand gehen, bevor sie die Altersgrenze erreicht haben, dürfen momentan maximal 400 Euro hinzuverdienen. Nimmt der Betroffene mehr ein, wird die Altersrente gekürzt. Durch die geplante Kombirente dürfen Frührentner so viel zu ihrer Rente dazuverdienen, bis ihr Einkommen auf dem gleichen Niveau des höchsten Jahresgehalts aus den letzten 15 Jahren liegt.

Derzeit stufenweise Kürzung der Rente bei zu hohem Verdienst

Bei der derzeitigen Regelung wird die Rente um einen gewissen Teil schrittweise gekürzt, wenn der Nebenverdienst höher als erlaubt ausfällt. Die Abstufung der Rente kann dabei ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel der Vollrente betragen. Für jede dieser Stufen gibt es neue Hinzuverdienstgrenzen. Sobald sie überschritten werden, fällt also ein großer Teil der Rente auf einmal weg. Mit der geplanten Kombirente würde sich das ändern. Ist das Nebeneinkommen zu hoch, wird jeder einzelne Euro von der Rente abgezogen.

Kombirente an Voraussetzungen geknüpft

Die Bundesregierung erhofft sich durch die Kombirente, dass die Altersarmut bei Frührentner eingedämmt wird. Jedoch profitieren durch die Maßnahme die wenigsten Betroffenen, befürchten Kritiker. Die gelockerten Hinzuverdienstgrenzen sollen nach Plan von der Leyens nur für Versicherte gelten, die 35 Versicherungsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung nachweisen können und mindestens 63 Jahre alt sind. Frauen haben den Nachteil, dass sie oftmals nicht die erforderlichen Versicherungsjahre aufbringen können, da sie sich während dieser Zeit um die Familie gekümmert haben.

Kritik vonseiten des Gewerkschaftsbundes

Kritik am Plan der Kombirente kommt von der Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes Annelie Buntenbach. Ihrer Meinung nach löse die Kombirente nicht die Probleme der Rente mit 67. Dadurch, dass die Menschen bald erst mit 67 Jahren in Rente gehen dürfen, werden höhere Abschläge bei einem früheren Renteneintritt fällig. Auf Dauer könne die Rente um bis zu 14,4 Prozent gekürzt werden, kritisiert Buntenbach. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (DBA) bewertet die derzeitigen Pläne für die Umsetzung der Kombirente positiv, spricht sich aber für einen völligen Wegfall der Hinzuverdienstgrenzen aus. Diese wirke aus Sicht der BDA für die Betroffenen manchmal wie ein Arbeitsverbot. Unabhängig von den Aussagen der Kritiker und Befürworter bleibt abzuwarten, unter welchen Voraussetzungen die Kombirente beschlossen wird und wie sie sich auf die Altersarmut auswirken kann.

Weitere Informationen zur Kombirente finden Sie ebenfalls unter diesem Link.

3 Hinweise zu “Kombirente in 2013 – Was erwartet die Regierung davon?

  1. Hans

    Hört sich für mich nicht schlecht an. Ich kann mir gut vorstellen, das viele auch noch einer Tätigkeit nachgehen wollen wenn Sie Rentner sind. Heißt ja nicht das man den ganzen Tag zu hause rumsitzen muss. Da ist es sicherlich von vorteil wenn sich das auch Finanziell lohnt. (www.altersvorsorge-test.com)

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte rechnen und als Zahl eintragen: *