Pensionen steigen 10-mal stärker als Renten

Von | 24. Juli 2013

durfte man am 16. Juli 2013 in BILD lesen. 2,4% in diesem Jahr (1,2% gab es im Januar und zum 1. August nochmal 1,2%). Für Rentner im Westen dagegen kaum nennenswerte 0,25% zum 1. Juli 2013. Das ist knapp 10-mal soviel. 

In der deutschen Ruheständler-Zweiklassengesellschaft hatte ein Beamter des Bundes schon 2011 durchschnittlich 2.750 Euro, ein Beamter der Länder sogar 2.940 Euro, was 69% der früheren Bezüge entspricht. Jeder zweite Staatsdiener freut sich zusätzlich im Alter über ein Zusatzeinkommen: Nach Angaben der Bundesregierung im Durchschnitt 370 Euro der Mann und 473 Euro die Beamtin (Quelle: SZ vom 17. 7. 2013).

2012 erhielt ein männlicher Altersrentner im Westen durchschnittlich 1.005 Euro und eine Frau 508 Euro. Eventuell kommen dazu Betriebspensionen (die lediglich etwa 45% der Rentner erhalten) oder die Zusatzversorgung für den öffentlichen Dienst. Das Rentenniveau (Verhältnis zum früheren Netto-Durchschnittsverdienst) liegt derzeit noch bei knapp 50%, soll aber bis 2030 auf 43% sinken – falls sich nichts ändert.

Alle Zahlen sind amtlich, sie sind nachzulesen im Alterssicherungsbericht der Bundesregierung. 

Menschen mit einer gewissen phlegmatischen Einstellung sagen dazu: „Nicht ärgern – nur wundern“. Andere fordern eine Systemänderung. Die meisten jedoch regen sich kurz auf – und dann geht es weiter wie bisher. 

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