2 Jahre Bundesminister: Ausgesorgt mit ca. 4.000 € Pensionsanspruch!

Von | 7. Dezember 2019

Auf S. 6 im Politik-Teil der SZ kann man heute nicht nur erstaunliche, sondern stark blutdrucksteigernde Nachrichten lesen. Hier die Fakten:

Eigentlich erwerben Bundesminister erst nach 4 Jahren Anspruch auf ein „Ruhegehalt“, wie es heisst. Ausnahmen: Gut 2 Jahre reichen bei „Auflösung des Bundestags“ oder unter „bestimmten Voraussetzungen“ (was immer das ist…). Dann gibt es einen Anspruch von 27,74 % der Amtsbezüge plus Ortszuschlag. Das „Amtsgehalt“ beträgt derzeit 15.065,92 € + Ortszuschlag variierend um die 1.327,99 . Somit deutlich über 4.000 € IM MONAT! Zwar erst bei Erreichen der Regelaltersrente – aber wieder „unter bestimmten Voraussetzungen“ schon mit Erreichen des 60. Lebensjahres. Okay, Herr Winterkorn oder Herr Zetsche werden bei diesem Betrag müde lächeln, aber der Normalbürger? Hier ist er: 

Im Vergleich dazu (laut SZ auf Anfrage bei der DRV): Ein Versicherter erhält derzeit nach 45 Jahren mit Durchschnittsverdienst monatlich 1.487 € BRUTTO (!) und für 2 Arbeitsjahre eine Rentenanwartschaft von rund 66 €. Noch Fragen? => Bitte direkt an Ihre Abgeordneten!

Anmerkung: Die Franzosen legen in diesen Tagen wieder ihr ganzes Land aus Protest wegen einer Rentenreform mit einem Generalstreik lahm. Die Deutschen ignorieren derartigen Widersinn und schlucken ihn runter – mit Schlaftabletten oder Blutdrucksenkern. Ich selbst habe meine sofort in etwas höherer Dosis genommen – und die SZ erst mal beiseite gelegt…  

Weihnachten ist nah und unter der geschmückten Fichte ist eh erst mal Ruhe im Karton.

Mit stimmungsvollen Weihnachtsgrüßen – und den besten Wünschen für 2020, verbunden mit einem gesunden Schlaf! 

P.S.: Und nicht vergessen – Demonstrieren für´s Klima ist wichtiger als alles andere! Dies noch mit ganz herzlichen Grüßen von Greta.

Ein Hinweis zu “2 Jahre Bundesminister: Ausgesorgt mit ca. 4.000 € Pensionsanspruch!

  1. Hermann Lorenz

    Das Erstaunliche bei heutiger Politik ist, dass wir uns an solche „Fehlentwicklungen“ fast schon gewöhnt haben oder die Relationen nicht mehr erkennen. Und der geduldige „deutsche Michel“ scheut den großen Aufschrei. Wir reden zwar über „Pflegenotstand“, regen uns aber über den Begriff „Klimanotstand“ auf und leugnen sogar die Fakten. Wir beklagen die Opfer widerlicher Terroranschläge oder Morde und nehmen es hin, wenn tausende Tote – meist Kreislauf instabilere, ältere Menschen – durch zunehmende Hitzewellen aufgrund der Klimakrise zu beklagen sind. Und wenn wir uns schon längst an astronomische Manager-Gehälter für grandioses Versagen (z.B. Auto-, Energieindustrie und Banken) sowie die Notversorgung über „Tafeln“ in einem Sozialstaat (!) gewöhnt haben, ist die ca. 60 fache Ruhestandsversorgung ( 4000 : 66 ) nur eine weitere „Geduldsprobe“.
    Und jetzt kommt noch Greta daher und erklärt der Politik die Bedürfnis-Pyramide des Herrn Maslow.
    Da wird deutlich, dass die Sicherung der „Physiologischen Grundbedürfnisse“ Priorität haben muss. Bricht diese Ebene weg, hilft dem vorzeitig pensionierten Minister auch eine 66-fache Pensionsvergoldung nichts. https://www.scribbr.de/modelle-konzepte/beduerfnispyramide-maslow/
    PS:
    Demonstrieren fürs Klima lohnt schon … aber auch für Gesundheit, Arbeit, Rente, etc.
    Denn all diese Themen sind viel zu wichtig, sie der POLITIK alleine zu überlassen!

    Antwort

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