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Bundesbank für Rente mit 69 + x

Bundesbank für Rente mit 69 + x

mel­det die Finan­cial Times Deutsch­land am 20. Juli 2009. Sie will das Ren­ten­al­ter an die Lebens­er­war­tung kop­peln – so, wie es in Däne­mark bereits der Fall ist. Eine ein­deu­tige Atta­cke der deut­schen Bun­des­bank gegen die Phar­ma­in­dus­trie, die medi­zi­ni­sche For­schung und die Ärzte, denn die sind es, die in ers­ter Linie dafür ver­ant­wort­lich sind, dass die Deut­schen (und nicht nur die!) län­ger leben. Viel­leicht ernäh­ren sich die Deut­schen auch gesün­der und leben bewuß­ter – aber dies nur nebenbei.

Was läßt nun diese gut durch­dachte For­de­rung an Spe­ku­la­tio­nen zu?

Ers­tens: Viel­leicht lang­wei­len sich die Bun­des­ban­ker, weil die Euro­päi­sche Zen­tral­bank einen Groß­teil ihrer Auf­ga­ben über­nom­men hat und die Ban­ker  (übri­gens zum Groß­teil ver­be­am­tet und damit deut­lich bes­ser alters­ver­sorgt als Rent­ner (!)) suchen nun neue Auf­ga­ben­fel­der um sich wich­tig zu machen und im Gespräch zu bleiben.

Zwei­tens: Es han­delt sich hier um einen ver­steck­ten Ver­such, die Deut­schen ab einem gewis­sen Alter zum kol­lek­ti­ven Sui­zid zu bewe­gen, denn dadurch könnte nach­weis­lich das demo­gra­phi­sche Ver­hält­nis schlag­ar­tig zuguns­ten der Jün­ge­ren ver­bes­sert und das Ren­ten­ein­tritts­al­ter nach unten gedrückt wer­den. Mal ehr­lich – wer will denn wirk­lich noch als sab­bern­der Zom­bie und von Alz­hei­mer geplagt, jah­re­lang im Alten- oder Pfle­ge­heim dahin sie­chen, umge­ben von unter­be­zahl­tem und damit völ­lig lust­lo­sem Pfle­ge­per­so­nal? Müsste die­sen ver­steck­ten Vor­stoß nur noch der Papst abni­cken und danach der Bundestag.

Drit­tens: Jene quasi frei­wil­lige Redu­zie­rung des Lebens­al­ters, der man eine gewisse soziale Kom­po­nente nicht abspre­chen kann – und das haben die Bun­des­ban­ker sicher auch bedacht! – hätte den zusätz­li­chen Vor­teil, dass das Durch­schnitts­al­ter der Erben ebenso sin­ken würde. Die­ses liegt näm­lich heute schon so um die 53, also einem Alter, wo man ja sich ja selbst schon erheb­li­che Gedan­ken macht, was man sei­nen eige­nen Erben hin­ter­las­sen will und was nicht, und wo man eigent­lich schon genü­gend lange auf das eigene Erbe gewar­tet hat. Wer­den doch alleine in Deutsch­land so um die 200 Mil­li­ar­den Euro­let­ten  an Wert­be­stän­den jähr­lich ver­erbt… Moment mal – wo geht die ganze Kohle eigent­lich hin? Brau­chen wir da eigent­lich über­haupt noch eine Rente? Ja, schon! Zumin­dest für die, die nichts oder wenig erben. Aber viel­leicht fällt den Bun­des­ban­kern dazu auch noch was ein.

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