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„Rente verkommt zum Hungerlohn“ – und „schönen Gruß von den Aussteigern!“

Rente verkommt zum Hungerlohn“ – und „schönen Gruß von den Aussteigern!“

Soeben komm ich von einer „Insel der Glück­se­li­gen“, irgendwo im gro­ßen Atlan­ti­schen Ozean und habe dort eine Reihe von älte­ren, lie­gen geblie­be­nen Alt-Hip­pies getrof­fen und habe mir so meine Gedan­ken gemacht, was die wohl machen, wenn Sie „ganz alt“ sind und viel­leicht doch irgend­eine soziale Leis­tung brau­chen, weil der Kör­per nicht mehr mit­macht oder weil sie mög­li­cher­weise doch mehr als einen Geist­hei­ler benötigen…

Da kam ich ganz schnell auf den Trich­ter: „Logo! Die gehen wie­der zurück nach Bux­te­hude oder nach Hin­ter­hu­gelhap­fing, mel­den sich beim Sozi­al­amt und kas­sie­ren Hartz IV, das bei­nahe dem ent­spricht, was heute der durch­schnitt­li­che männ­li­che Rent­ner aus­be­zahlt bekommt (knapp 1.000 Euro­let­ten) – und die Durch­schnitts­frau ohne­hin (etwa 530 Euro­chen) nach einem Leben vol­ler Arbeit. Dafür haben diese Jungs und Mädels von der schö­nen, son­ni­gen Insel wenigs­tens ihr Leben genos­sen, anstatt bei Lidl oder Edeka an der Kasse zu ste­hen und dafür noch über­wacht und aus­spio­niert zu wer­den. Oder wie bei Quelle (stell­ver­tre­tend für Opel, Kar­stadt, AEG, und viele andere nam­hafte Rie­sen­un­ter­neh­men, die noch mit Teil­be­rei­chen im Geschäft sind, aber mun­ter aus­sor­tie­ren), um dann mit Anfang oder Mitte 50 die dun­kel­rote (nein: schwarze) Karte zu bekom­men… Oder die hoff­nungs­vol­len Jung­dy­na­mi­ker mit Stu­dium und trotz­dem Zeit­job…  Ehr­lich gesagt, müs­sen die (letz­te­ren – nicht die von der Insel) doch ziem­lich bescheu­ert sein, wenn sie wei­ter so dahin zeit­job­ben, sich knech­ten las­sen, um dann mit 60 fest zu stel­len, dass sie ganz schön ver­arscht wor­den sind! Und davon auch noch 40 Jahre lang das Kreuz­chen schön brav bei den Herz-Jesu-Schwar­zen, den Neo­li­be­ral-Sozis oder gar bei der neo­li­be­ra­len Steu­er­sen­kungs­spaß­wachs­tums­par­tei gemacht haben (über die sogar die so genann­ten „Wirt­schafts­wai­sen­kna­ben lachen!)… Liebe Leser, es ist Gal­gen­hu­mor und kaum noch zum Lachen, weil es eigent­lich viel zu trau­rig ist!!

Kaum bin ich zuhause, schickt mir ein auf­merk­sa­mer Mensch die­sen Link von SPIEGEL ONLINE vom 24. Novem­ber 2009, mit so schö­nen Schlag­zei­len wie:

  • Die Rente ver­kommt zum Hun­ger­lohn“ / „Die Ren­ten wer­den kaum noch stei­gen“ / „Gering­ver­die­ner arbei­ten 43 Jahre für Hartz-IV-Rente“ (den­ken Sie an meine Beob­ach­tun­gen von der Insel!!!) / „Wer sei­nen Lebens­stan­dard sichern will, muss spa­ren“ (Die unte­ren Ein­kom­mens­klas­sen wovon und wie?).  Kli­cken Sie bitte auf den obi­gen Link, dru­cken Sie ihn aus, sen­den Sie ihn wei­ter, es lohnt sich!!! Und beackern Sie bitte ihre Poli­ti­ker – vor allem wenn Sie arbeits­los oder Rent­ner sind und viel Zeit haben! Run­ter von der Couch! Es gibt Peti­tio­nen, man kann den Damen und Her­ren Mails und Briefe schi­cken, man kann sogar zu Wahl­ver­an­stal­tun­gen gehen und den Mund auf­ma­chen, man kann viel mehr tun als zuhause hocken, zu jam­mern und zu mau­len! Man kann sogar selbst poli­tisch aktiv in einer Par­tei wer­den… „Wir sind der Staat!“

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