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Abfindungszahlungen in Deutschland zu hoch?

Abfindungszahlungen in Deutschland zu hoch?

Ein Unter­neh­men, das in Deutsch­land einen Mit­ar­bei­ter ent­las­sen will, bezahlt die­sem im Durch­schnitt 31 Monats­ge­häl­ter an Abfin­dungs­zah­lun­gen. Dies ist viel im Ver­gleich zu ande­ren Län­dern: In den USA rund 7 Monats­ge­häl­ter, in der Schweiz oder in Däne­mark sogar nur 2 bis 3. 

Quelle: Süd­deut­sche Zei­tung, 25./26. Juli 2026 im Wirt­schafts­teil (Kers­tin Bund). 

Dage­gen will die Regie­rung Merz nun vor­ge­hen. Ab einem Gehalt ober­halb der 1,75-fachen Bei­trags­be­mes­sungs­grenze zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung (der­zeit rund 177.450 € brutto) soll ab dem 1. 1. 2027 ein erleich­terte Auf­lö­sung des Arbeits­ver­hält­nis­ses mög­lich wer­den. Die genaue Aus­ge­stal­tung bleibt noch abzuwarten. 

Anmer­kung: Die Abfin­dungs­zah­lun­gen in Deutsch­land erschei­nen hoch. Zu beach­ten ist aller­dings, dass der Staat kräf­tig mit kas­siert, denn falls die Aus­zah­lung mit dem übli­chen Jah­res­ge­halt zusam­men­fällt, rutscht der Arbeit­neh­mer in aller Regel sofort in eine Steu­er­klasse von nahezu 50 %. Im Klar­text: Fast die Hälfte kas­siert der Staat. Und ist der betrof­fene Arbeit­neh­mer im Alter 50-plus, ist die Abfin­dungs­summe häu­fig das letzte Gehalt, das er in sei­nem Leben erhält und muss für viele Jahre rei­chen; danach kom­men Arbeits­lo­sen­geld und even­tu­ell Grundsicherung. 
Es wäre schön, wenn der Staat auch daran denkt und die Steu­er­last dies­be­züg­lich senkt! Wird er aber nicht tun.

 

 

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