Vorsorge-Untersuchungen: Häufig riskant – immer good business!

Vorsorge-Untersuchungen: Häufig riskant – immer good business!

Wer ein gewis­ses Alter erreicht hat, und das beginnt meist schon um die Drei­ßig, hat gelernt, dass er sein Auto alle 2 Jahre vom TÜV begut­ach­ten las­sen muss – und irgend­wann auch regel­mä­ßig den Cor­pus vom Arzt. Zumin­dest hat man davon gele­sen oder gehört, die Ärzte selbst geben regel­mä­ßig ent­spre­chende Ermah­nun­gen, die Kran­ken­kas­sen auch – und irgend­wann ist man über­zeugt, man muss sich ebenso in die jähr­li­che Vor­sor­ge­un­ter­su­chung ein­rei­hen. Män­ner bevor­zugt was die Pro­stata betrifft, Frau­en­thema Num­mer Eins ist die Brust, dann kom­men Blut­werte und alles, was den Kreis­lauf betrifft, und wenn sich da nichts fin­det, dann sollte man tun­lichst noch im Darm forschen.

Doch nicht alles, was zur Früh­erken­nung gut sein soll, muss gut sein!

Alle Vor­sor­ge­un­ter­su­chungs­jun­kies sollte DER SPIE­GEL-Titel Nr. 17, vom 20. 4. 2009 (Risiko Vor­sorge – Alarm und Fehl­alarm), zum Nach­den­ken anre­gen. Nament­lich was Mam­mo­gra­fie, PSA-Wert, Darm­spie­ge­lung und dgl. betrifft. Was jede/r dann letzt­lich tut und wie man/frau sich ver­hält, ist Ent­schei­dung jedes Ein­zel­nen. Ein paar zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen und einige Zwei­fel kön­nen aber nicht schaden!

Wem eine Darm­kon­trolle mit­tels Stuhl­probe zu unge­nau ist (und tat­säch­lich ist es meist schon sehr spät, wenn sich Blut im Stuhl mit­tels die­ser Unter­su­chung fin­det), dem wird meist eine Endo­sko­pie emp­foh­len (spä­tes­tens ab Alter 60). Aus dem SPIE­GEL-Arti­kel ist zu erse­hen, dass diese aber nicht ganz unge­fähr­lich sein muss. Als Alter­na­tive ohne Neben­wir­kun­gen, mit einem Genau­ig­keits­wert von min­des­tens 80%, emp­fiehlt sich der soge­nannte M2-PK Test. Wiki­pe­dia gibt dazu gute Infor­ma­tio­nen und zusätz­lich die Firma Schebo – Bio­Test AG. Ihr Arzt wahr­schein­lich auch!

Wer sich als Mann vor sei­ner Pro­stata fürch­tet (bei Frauen ist dies wohl sel­te­ner der Fall…), dem sei die­ser Arti­kel aus der ZEIT emp­foh­len, mit der aus­sa­ge­kräf­ti­gen Schlag­zeile: „Test oder Tom­bola (…) Denn nicht nur US-Exper­ten hal­ten die Mes­sung des PSA-Wer­tes für nutzlos“.

Für Frauen dürfte die­ser Bericht der Habichts­wald-Kli­nik zum Thema Mam­mo­gra­fie inter­es­sant sein. Oder hier ganz neu (3. 4. /2012) aus dem SPIEGEL: Brust­krebs-Scree­ning führt zu vie­len unnö­ti­gen The­ra­pien.

Lesen Sie dazu auch die Aus­ar­bei­tung des Max-Planck-Insti­tuts:Stu­die belegt: Nut­zen der Krebs­früh­erken­nung in Europa deut­lich über­schätzt – Deut­sche Pati­en­ten beson­ders schlecht infor­miert.

  • Hin­weis 1: „Zu Neben­wir­kun­gen lesen Sie den Ver­pa­ckungs­hin­weis und fra­gen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. 
  • Hin­weis 2: „Ver­trauen ist gut – Kon­trolle ist bes­ser!“ (Lenin)

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