Altersbezüge der Bundesbeamten kosten 757 Milliarden Euro

Altersbezüge der Bundesbeamten kosten 757 Milliarden Euro

Ein freund­li­cher Leser hat uns die­sen Arti­kel aus BILD vom 13. Juni 2019 kopiert und zuge­schickt. Die Schlag­zeile: „Pen­sio­nen immer teu­rer. Alters­be­züge der Bun­des­be­am­ten kos­ten 757 Mil­li­ar­den Euro“. Unter Beru­fung auf das Finanz­mi­nis­te­rium (!) ver­öf­fent­lichte BILD diese Zahlen: 

  • Die lang­fris­ti­gen Kos­ten für Pen­sio­nen und Gesund­heits­ver­sor­gung der Ruhe­stands-Beam­ten stieg bis Ende 2018 auf 757,76 Mil­li­ar­den Euro, darin ent­hal­ten eine Stei­ge­rung alleine für das Jahr 2018 in Höhe von knapp 70 Mil­li­ar­den Euro. Dies sind knapp 0,758 Bil­lio­nen Euro. Dazu im Ver­gleich: Die Gesamt­schul­den der BRD betra­gen der­zeit knapp 2 Bil­lio­nen Euro. 
  • Die Ver­sor­gung­rück­la­gen des Bun­des belie­fen sich dafür Ende 2018 auf ledig­lich 17.53 Mil­li­ar­den Euro (!).
  • Für diese Zahl von 757,76 Mil­li­ar­den wurde von der sta­tis­ti­schen Lebens­er­war­tung aller Beam­ten aus­ge­gan­gen, einer jähr­li­chen Lohn­stei­ge­rung von 3 % (die sich auch auf die Pen­sio­nen auswirkt!).
  •  Mit 592.900 gibt es bereits jetzt mehr als dop­pelt so viele Pen­sio­näre wie aktive Beamte und Soldaten!
  • Rech­ne­risch kos­tet somit jeder Bun­des­be­amte (inklu­sive Sol­da­ten) für seine gesamte Lebens­dauer den Steu­er­zah­ler 861.500 Euro.
  • Wir gehen davon aus, dass diese Zah­len nur BUN­DES­be­amte betref­fen. Von Kom­mu­nal- und Lan­des­be­am­ten ist im genann­ten Text nicht die Rede. Sie dürf­ten also noch oben drauf kommen!

Was fin­det man zu dem Thema, wenn man goo­gelt? WENIG! Bei Verdi diese Stel­lung­nahme bereits aus dem Jahr 2013. Bei der hessenschau.de einen Report vom 3. 12. 2018. Die Abend­zei­tung Mün­chen am 5. 7. 2018. Ansons­ten schwei­gen die Hofberichtserstatter-Medien.

Und was fin­det man zu die­sem Schwer­punkt­thema in den Parteipr0grammen von CDU/CSU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE? Noch weni­ger! Und bei der rela­tiv neuen AfD: vage Aus­sa­gen; siehe dazu WELT vom 15. 5. 2018. Fazit: Das Thema wird ver­mie­den; beträfe es doch rund die Hälfte der Par­la­men­ta­rier, die ebenso Beamte sind. Und ob die Jus­tiz das irgend­wann anmahnt? Eher nicht; sind ja auch Beamte. 

Und was machen die Jün­ge­ren (die dafür noch lange zah­len dür­fen)? Die lau­fen der Greta aus Schwe­den nach und schwän­zen die Schule…

Ach so – bleibt noch der Ver­gleich zu den Rent­nern, der Ren­ten­höhe, der Eigen­leis­tung der Rent­ner und so wei­ter. Aber dar­über haben wir schon oft und viel geschrie­ben und wenn es Sie inter­es­siert und Sie sich wei­ter ärgern wol­len, müs­sen Sie nur nach unten scrollen. 

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